Medienvielfalt im Museumsgarten

Seulement en allemand: Mit einer Plakatausstellung wird im Museumsgarten ab dem 24. Juni das Spannungsfeld der Medienkrise und Medienvielfalt ausgeleuchtet.

Die Schweizer Medien befinden sich in einer Finanzierungskrise. Werbefinanzierte Gratisinhalte sind im digitalen Raum zur Gewohnheit geworden. Dadurch ist die Zahlungsbereitschaft für journalistische Inhalte stark gesunken. Gleichzeitig fliessen die digitalen Werbeeinnahmen mehrheitlich zu Internetkonzernen wie Google oder Meta. Als Folge davon werden in Redaktionen laufend Stellen abgebaut und kleine Zeitungsverlage von Konzernen aufgekauft. Die Medienvielfalt sinkt. Doch nur mit einer Vielzahl an unterschiedlichen, lokalen Medien kann eine informierte Meinungsbildung und ein gesellschaftlicher Diskurs über wichtige Themen sichergestellt werden. Für das Funktionieren einer Demokratie ist dies unerlässlich.

 

Der Verein für Berner Medienvielfalt, der das Onlinemagazin «Hauptstadt» herausgibt, hat Anfang 2026 zwölf Gestalter:innen eingeladen, sich im Rahmen eines Wettbewerbs kreativ mit dem Thema Medienvielfalt auseinanderzusetzen. Alle zwölf Eingaben werden nun vom 24. Juni bis am 7. August 2026 als Ausstellung im Museumsgarten gezeigt.

Die Ausstellung wird durch einen Talk mit Medien- und KI-Experte Reto Vogt am 24. Juni ergänzt, bei dem es um Fragen rund um den Einfluss von KI auf den Medienkonsum und die Medienvielfalt gehen soll.

An dieser Kooperation sind das Onlinemagazin «Hauptstadt», das Museum für Kommunikation sowie das Museumsquartier Bern beteiligt.